Fütterung der Kälber
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| AllgemeinDurch gute und regelmäßige Fütterung kann man vielen Problemen der Kälber zuvor kommen. Das Beste ist im Abstand von 12 Stunden zu tränken. Rauh- und Kraftfutter muß für das Kalb frisch und zur freien Verfügung stehen. | | BiestmilchDirekt nach der Geburt sollte das Kalb von der Mutter getrennt werden um das Risiko der Keimübertragung so gering wie möglich zu halten. Für das Kalb ist es sehr wichtig so schnell wie möglich 2 Liter Kolostrum zu bekommen, um die Immunstoffe daraus aufnehmen zu können. Die Biestmilch muss mit 40ºC verfüttert werden. 40ºC stimuliert den Schlundrinnenreflex, so dass nichts in den Pansen läuft. Es ist ratsam am ersten Lebenstag die Biestmilchgabe- Erstgemelk- nach 6 Stunden zu wiederholen. Da die Aufnahme der Immunstoffe aus dem Kolostrum vor allem in den ersten 12 Stunden nach der Geburt stattfindet. Danach veringert sich die Aufnahmekapazität zusehends. Biestmilch im Wasserbad erwärmen. | | Nach der BiestmilchperiodeAb dem 4. Tag kann mit Milchaustauscher begonnen werden. Es ist zudem wichtig, dass das Kalb unbegrenzt Zugang zu gutem, schmackhaften Kraftfutter hat, damit die Pansenentwicklung von Anfang an stimuliert wird. VAR-Prestart en Ruwvoerbrok enthalten hauptsächlich leicht verdauliche, eiweißreiche Futterkomponenten. Außerdem ist es ab diesem Zeitpunkt auch sinnvoll den Kälbern unbegrenzt Heu oder beispielsweise Luzerne vorzulegen.
Ab der dritten Woche können die Kälber schon mehr Raufutter verarbeiten. Genau deswegen ist es enorm wichtig von nun an die Menge an Kraft- und Raufutter langsam aber stetig zu steigern, um den Pansen nach und nach an seine Arbeit zu gewöhnen und seine Entwicklung zu fördern.
Sobald der Pansen vermehrt arbeitet, kann man VAR-Prestart durch VAR-Startbrok ersetzen. Diese Pellets enthalten leicht verdauliche, eiweißreiche Komponenten und einen Raufutteranteil. Noch besser ist es wenn das gesamte Raufutter durch unsere Raufutterpellets „Ruwvoerbrok“ ersetzt wird. Der große Vorteil besteht darin, dass immer dieselben Rohstoffe verwendet werden, damit ist jederzeit dieselbe ausbalancierte Ration gewährleistet ist.
Das Fütterungsschema, das zu einer idealen Aufzucht gehört, ist unter diesem Abschnitt angegeben. | | FütterungsschemaDie ersten drei Tage Biestmilch des Muttertieres füttern, danach gleich zu Milchaustauscher übergehen. Im Fütterungsschema sind die Mengen für die Fütterung mit Milchaustauscher und Kraftfutterpellets angegeben.
Fütterungsschema für Zuchtkälber | | Aufzuchtperiode (abhängig von der Betriebssituation) | Milch | Kraftfutter | | 8 Wochen | 10 Wochen | 12 Wochen | 2 x täglich | Unbegrenzt | | | | 4 - 10 Tag | 4 - 10 Tag | 4 - 14 Tag | 2 Liter | VAR - Prestart | | 11 - 21 Tag | 11 - 21 Tag | 15 - 23 Tag | 2,5 Liter | Ruwvoerbrok | | 22 - 42 Tag | 22 - 50 Tag | 24 - 55 Tag | 3 Liter | Ruwvoerbrok | | 42 - 46 Tag | 51 - 60 Tag | 56 - 64 Tag | 2,5 Liter | Ruwvoerbrok | | 47 - 51 Tag | 61 - 66 Tag | 65 - 75 Tag | 2 Liter | Ruwvoerbrok | | 52 - 56 Tag | 67 - 70 Tag | 76 - 84 Tag | 1,5 Liter | Ruwvoerbrok |
Spätestens ab dem 10. Tag sollte dem Kalb zusätzlich frisches Wasser zur Verfügung stehen. | | JungtierrationWenn eine schöne, nicht zu feuchte Milchkuhration vorhanden ist, kann man ab der 8. Woche ein wenig davon an die Kälber verfüttern. Ab Woche 10 sollten die Kälber an die Jungtierration gewöhnt werden. Diese Ration (vor allem Gras) muss von einer Parzelle geworben werden, wo seit dem letzten Schnitt bis Mai nicht geweidet wurde (Silage aus dem ersten Schnitt ist deswegen ideal), um Para-TBC-Infektionen zu vermeiden. Hieraus wird ersichtlich, dass längst nicht jedes Raufutter für Kälber geeignet ist. Ab der 10. Woche sollte mit der Fresserration begonnen werden. Wichtig ist, dass die Silage so trocken wie möglich (50% Trockenmasse) und nicht zu fein, sondern lieber etwas grober beschaffen ist. Ist die Fresserration nicht strukturreich genug, dann ist es klug etwas Stroh, Heu oder Luzerne unterzumischen.
Die Kraftfuttergabe liegt für Kälber bis zu einem halben Jahr bei 2 kg Pellets pro Tag. Danach sollte das Kraftfutter reduziert und bis zum 8. Lebensmonat abgesetzt werden. Eventuell kann man bis zur Erstbesamung noch etwas Kraftfutter geben. Dann muss einerseits Sorge getragen werden dass die Tiere nicht zu fett werden, andererseits muss das Tier noch ein gutes Stück an Zuwachs erreichen, seinen Pansen gut ausbilden und schnell Trächtig werden. Ab der Besamung ist es nicht mehr notwendig in irgendeiner Form Kraftfutter zu füttern. Das würde sich allein nachteilig auf die Entwicklung der Tiere auswirken, indem die Tiere verfetten würden. Was sich wiederum nachteilig auf das in Gang kommen der Milchproduktion auswirken würde. Dafür ist es aber zu teuer. | |
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